Coronavirus: Was ist beim Umgang mit Tieren zu beachten?

Vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 hat das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit eine vorsichtige Einschätzung abgegeben.

Täglich gibt es neue Erkenntnisse zum Coronavirus SARS-CoV-2 und dessen Ausbreitung. Inwieweit das Virus über Tiere übertragbar ist, ist bislang noch weitgehend unklar. Wie das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit FLI am 3. März mitteilte, wurde am 28. Februar in Hong Kong bei einem Hund, dessen Besitzerin infiziert ist, das Virus nachgewiesen. Dieser Nachweis belege aber noch nicht, ob sich das Virus im Hund vermehre oder ausgeschieden werde. Das FLI bleibt währenddessen bei seiner Einschätzung, ebenfalls vom 28. Februar, zum Umgang mit Nutz- und Haustieren.

Infektion von Tieren mit Coronavirus noch weitgehend unerforscht

Es gebe noch keine tiefergehenden wissenschaftlichen Untersuchungen zur Infektion von Haus- und Nutztieren, schreibt das FLI auf seiner Internetseite. Daher wurden am Institut erste Experimente zur Empfänglichkeit von Nutztieren wie Schweine oder Hühner begonnen. Für klassische Haustiere wie Hund und Katze empfiehlt das FLI keine weiteren Quarantäne-Maßnahmen. Allerdings könne im Einzelfall und bei Auftreten von klinischen Symptomen eine Beprobung und Testung der Tiere durchgeführt werden, um weitere Informationen zu Ansteckungsszenarien zu gewinnen. In diesem Fall solle sich das zuständige Gesundheitsamt mit dem Veterinäramt in Verbindung setzen. Ansonsten gilt auch beim Umgang mit Tieren: Immer Hände gründlich mit Seife waschen.

BMEL: Ansteckung durch importiere Lebensmitteln unwahrscheinlich

Die Ansteckung durch importierte Lebensmitteln schätzt das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) als unwahrscheinlich ein. Das teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium mit. Bundesministerin Julia Klöckner betont: „Nach derzeitigem Wissensstand ist es unwahrscheinlich, dass importierte Waren wie Lebensmittel die Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten. Hauptgrund dafür ist die relativ geringe Umweltstabilität der Viren.“ Diese Einschätzung – darauf weist das BfR hin – gelte auch nach der jüngsten Veröffentlichung zur Überlebensfähigkeit der bekannten Coronaviren durch Wissenschaftler der Universitäten Greifswald und Bochum.

Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen etwa über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder etwa durch importierte Bedarfsgegenstände mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch hier gelten die von Experten empfohlenen Hygienemaßnahmen. Da die Viren hitzeempfindlich sind, kann das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich weiter verringert werden.

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