Coronakrise: Bilanz der Privaten Lagerhaltung

Zur Stärkung des Milchmarktes während der Coronakrise hatte die EU-Kommission Beihilfen für Private Lagerhaltung von Magermilchpulver, Butter und Käse gewährt. Das BMEL zieht eine positive Bilanz.

Um die Betriebe im Milchbereich in der Coronakrise zu unterstützen, hatte sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bei der Europäischen Kommission eingesetzt, mit Marktordnungsmaßnahmen schnell auf auf die Situation zu reagieren. Unter anderem wurden ab 23. April Beihilfen zur privaten Lagerhaltung von Butter, Magermilchpulver und Käse bereitgestellt. Am 30. Juni liefen die Maßnahmen planmäßig aus. Mit diesem Instrument werden Molkereien in die Lage versetzt, Butter und Magermilchpulver sowie Käse vorübergehend zu lagern, um diese bei besserer Marktsituation – vor allem bei wieder anlaufendem Exportgeschäft – verkaufen zu können.

BMEL: Maßnahme hat sich in der Coronakrise bewährt

Dank der Beihilfen für die Private Lagerhaltung werden EU-weit voraussichtlich insgesamt 20.138 Tonnen Magermilchpulver, 67.694 Tonnen Butter und 47.711 Tonnen Käse erst zu einem späteren Zeitpunkt auf den Markt gebracht – in Deutschland: 10.025, 13.368 beziehungsweise 9.011 Tonnen. Die Preise für Butter und Magermilchpulver bewegen sich seit Juni deutlich oberhalb der Interventionspreise, mit steigender Tendenz. “Die Maßnahmen zur Privaten Lagerhaltung haben sich also bis zu diesem Zeitpunkt bewährt”, so das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL).

Kein signifikanter Preisdruck

Die gelagerten Mengen werden nun sukzessive – nach Ende der geförderten Lagerdauer – auf den Markt kommen. Da die Rohmilchanlieferung saisonal bedingt bis in den November rückläufig ist, sei insgesamt gesehen nicht mit einem signifikanten Preisdruck durch die Auslagerung zu rechnen, heißt es aus dem Ministerium.

Foto: pixabay (Symbolbild)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.