Corona-Pandemie: Auswirkungen auf die europäische Landwirtschaft

Eine EU-Studie zeigt die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die europäische Landwirtschaft.

Das Europäische Parlament hat eine Studie zu den bisherigen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die europäische Landwirtschaft vorgestellt. In der Analyse hat sich herausgestellt, dass sich die Agrar- und Lebensmittelversorgungskette der EU während der Corona-Krise als sehr widerstandsfähig erwiesen hat. Ein Bereich litt allerdings besonders unter der Krise. 

Hauptsächlich Gastro-Lieferanten von Corona-Pandemie betroffen

Bereiche allerdings, die überwiegend Restaurants beliefern, erlitten durch deren Schließung erhebliche Verluste. Hauptsächlich waren Winzer mit eher hochwertigen Weinen und Landwirte, die sich auf die Produktion von Rind- und Kalbfleisch spezialisiert haben, betroffen. Auch die Bereiche Blumen, Pflanzen und Zucker erlitten hohe finanzielle Verluste.

„Die Pandemie hat unseren europäischen Landwirtinnen und Landwirten einiges abgefordert: Marktstörungen oder sogar die Unterbrechung von Versorgungsketten, Ausfall von Abnehmern oder Saisonarbeitern und teils finanzielle Einbußen“, resümiert die EU-Agrarpolitikerin Marlene Mortler (CSU). Doch die EU habe unter anderem mit der „Green Lane“ entlang der Grenzübergangsstellen für den reibungslosen Verkehr und den gemeinsamen Leitlinien für die Arbeitskräfte im Agrar- und Lebensmittelsektor wirksam reagiert.

Studie empfiehlt Änderungen in der EU-Agrarpolitik

Um zukünftig auf Krisen besser regieren zu können, empfiehlt die Studie, die politischen Reaktionen an einem „Lebensmittelsystemansatz“ auszurichten. Auch sollte untersucht werden, warum die Maßnahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik nur begrenzt erfolgreich waren. Des Weiteren empfehlen die Autoren, besser zu prüfen, ob die GAP-Krisenreserve von den Direktzahlungen an die Landwirte entkoppelt werden sollen. „Das würde ich sehr begrüßen“, so Mortler.

Auf der Internetseite des Europaparlaments kann die Studie als PDF abgerufen werden

Illustration: TheDigitalArtist/pixabay.com

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