Corona-Lockdown: Absatz von Milchprodukten verlagert sich

Der erneute Corona-Lockdown verschiebt noch einmal die Absatzmärkte, aber nicht so drastisch wie im Frühjahr.

Seit 1. November ist der zweite Corona-Lockdown in Kraft. Trotz einer „Light“-Version haben gastronomische Betriebe geschlossen. Nur „Take away“-Konzepte sind erlaubt. Das führt auch zu Verunsicherungen der Milchproduzenten. Wie das landwirtschaftliche Informationszentrum Proplanta berichtet, hat zwar naturgemäß die Nachfrage aus der Gastronomie nachgelassen, der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ordere aber Milchprodukte in großen Mengen. Proplanta beruft sich dabei auf Informationen der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten.

Blockbutter trotzt Corona-Lockdown

Laut Proplanta rechnet die Börse nicht damit, dass die Nachfrage des LEHs die Ausfälle aus der Gastronomie kompensieren wird. Die Experten gehen von Preisrückgängen bei einigen Produkten aus. Das betrifft auch Schnittkäse. Laut Kemptner Börse sei aber der Rückgang nicht so drastisch wie im ersten Lockdown. Die Preise für Blockbutter waren nicht so weit gefallen. Zwar hielt sich der Großhandel mit Bestellungen zurück, doch die Notierung in Kempten (4. November) ging beim unteren Spannenwert nur um 5 Cent auf 3,35 Euro pro Kilogramm zurück.

Milchproduzenten hoffen auf Weihnachtsgeschäft

Ganz anders sei die Situation bei der sehr rege vom LEH nachgefragten Päckchenbutter, so Proplanta. Dem Portal zufolge ist er Preis nach neuen Kontraktabschlüssen mit dem Handel um 20 Cent auf 3,80 Euro bis 4 Euro pro Kilogramm gestiegen. Somit stand zum ersten Mal in diesem Jahr beim oberen Spannenwert eine Vier vor dem Komma. Das sei auf die beginnende Weihnachtsbäckerei und auf Bevorratungskäufe der Haushalte zurückzuführen.

Foto: Markus Spiske/pexels.com (Symbolbild)

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