CO2-Steuer auf landwirtschaftliche Produkte?

Der erneute Vorschlag Robert Habecks, eine CO2-Steuer auf Agrarprodukte einzuführen, stößt auf Kritik. Union und DBV argumentieren die Ablehnung.

Grünen-Chef Robert Habeck hat erneut bekräftigt, dass “landwirtschaftliche Produkte in die CO2-Bepreisung einbezogen werden sollen” – eine CO2-Steuer auf zum Beispiel Fleisch– und Milchprodukte. Das berichtet merkur.de. Der Vorschlag stößt auf Kritik, vor allem aus der Union. „Wer jetzt die Bepreisung von Treibhausgasen aus der Landwirtschaft fordert, zeigt vor allem eines – Unkenntnis“, zitiert das Münchner Nachrichtenportal die stellvertretende Unions-Fraktionschefin Gitta Connemann aus einem Gespräch mit der Ippen-Digital-Zentralredaktion.

Klimaleistungen der Land- und Forstwirtschaft mit einbeziehen

Eine grundsätzliche Ablehnung der Union besteht allerdings nicht. Wie merkur.de weiter schreibt, verweist Connemann auf fehlende wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema: „Die Landwirtschaft ist aktuell aus gutem Grund nicht Teil des Emissionshandels. Die Quellen in der Landwirtschaft sind diffus.” Auch der Sachverständigenrat für Wirtschaftsfragen habe von der Einbeziehung der Landwirtschaft in den Emissionshandel abgeraten. Geklärt werden müsse laut der Politikerin etwa, welchen Wert CO2-Bindung habe.  „Wald, Grünland und Co. leisten positive Beiträge zum Klimaschutz.”

Auch Bauernverband kritisiert CO2-Steuer auf Agrarprodukte

Auch der Deutsche Bauernverband (DBV) lehnt einer Klimasteuer auf landwirtschaftliche Produkte ab und hat laut merkur.de vor allem die “technische Machbarkeit” im Blick. „Die Emissionen von Millionen Kühen und Schweinen und zehntausenden Güllebehältern sind nicht konkret messbar und erfassbar“, sagte DBV-Generalsekretär Udo Hemmerling der Ippen-Digital-Zentralredaktion. „Das unterscheidet die Kuh von einem Kraftwerk“, so Hemmerling. 

 

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