Bürokratie-Aufwand für Landwirte deutlich gestiegen

Landwirte müssen deutlich mehr Zeit für Bürokratie aufwenden, als noch vor ein paar Jahren.

Landwirte verbringen immer mehr Zeit an PC und Schreibtisch, um die Auflagen, Nachweispflichten und Kontrollen in ihren Betrieben zu bewältigen. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage im Rahmen des Konjunkturbarometer Agrar hervor, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte.

So müssen Tierhalter derzeit monatlich rund 32 Stunden aufwenden, um ihre bürokratischen Pflichten zu erfüllen. Das sind etwa vier Stunden mehr als noch 2014. Allein für die Registrierung der Nutztiere und die Dokumentation von Tierarzneimitteln sind monatlich gut 12 Stunden „Schreibarbeit“ notwendig. Zugenommen hat auch die geforderte Bürokratie bei Ackerbaubetrieben. Die notwendigen Aufzeichnungen zu der bisherigen Dünge-Verordnung und zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verlangen von einem durchschnittlichen landwirtschaftlichen Betrieb gut acht Stunden Arbeitszeit pro Monat.

Die Gründe für die starke Zunahme der Büroarbeit sieht der DBV auch in umfangreicheren Anforderungen bei Antragstellungen, Aufzeichnungen und Nachweispflichten der EU-Agrarförderung, einschließlich Cross Compliance. Dafür benötigen die Landwirte heute mehr als 61 Stunden im Jahr, was einem Zeitaufwand von circa fünf Stunden pro Monat entspricht. Dagegen fällt der der Zeitaufwand für Steuererklärung (2,6 Stunden/Monat) und für Agrarstatistik (2,1 Stunden/Monat) vergleichsweise gering aus.

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