Brandenburg: Nur noch Blühstreifen mit heimischen Pflanzen

Landwirte in Brandenburg dürfen auf förderungswürdigen Blühstreifen nur noch heimische Pflanzen säen. Dafür stehen aber 30 Millionen Euro bereit.

Wie das Informationszentrum Proplanta berichtet, stellt das Land Brandenburg für das ab Januar geltende fünfjährige Programm zur Förderung von Blühstreifen auf Ackerflächen insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung.

In Brandenburg nur noch heimische Pflanzen

Allerdings darf von März an nur noch Saatgut für heimische Pflanzen verwendet werden. Das hat laut Proplanta die Antwort des Agrarministeriums auf eine Anfrage des Linke-Agrarpolitikers Thomas Domres ergeben. Die Blühstreifen sollen Bienen und anderen Wildtieren als Nahrungsquelle und Schutzzonen dienen.

Zu den heimischen Pflanzen zählen Klatschmohn, Kornblumen, Spitzwegerich, Dill, Buchweizen und Sonnenblumen. Wenn das entsprechende Saatgut nicht zur Verfügung steht, kann laut Ministerium auf eine Mischung namens “Brandenburger Bienenschmaus” zurückgegriffen werden.

Empfehlung für mehrjährige Blühstreifen

Für die Anlage mehrjähriger Blühstreifen empfiehlt das Agrarministerium 34 Wildarten. Darin müssen mindestens 27 Pflanzen wie Wiesenkerbel, Feldbeifuß, Johanniskraut und Hasenklee vorkommen. Sollte das entsprechende Saatgut nicht verfügbar sein, können die Landwirte auf 28 andere Kultur- und Wildpflanzen zurückgreifen, schreibt Proplanta.

In der ersten Richtlinie des Agrarministeriums vom Mai waren ökologisch wirtschaftende Landwirtschaftsbetriebe noch nicht in die Förderung eingeschlossen. Dies sehe erst eine Neufassung vor, heißt es weiter. Für das neue Programm rechnet das Ministerium mit Anträgen für eine Fläche von bis zu 8.000 Hektar.

Kritik an der Regelung

Domres fordert Nachbesserungen am Programm. Landwirte hätten beklagt, dass die vorgeschriebenen Saatgutmischungen am Markt gar nicht erhältlich seien. “Die Landesregierung lässt die Frage unbeantwortet, ob sie die Verfügbarkeit des Saatgutes und der Ersatzmischungen überhaupt geprüft hat”, wird der Linke-Politiker zitiert. Er geht auch davon aus, dass selbstgrünende Brachen besser für den Artenschutz wären.

 

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