Bodenstrategie: Das plant die EU

Eine Bodenstrategie soll Europas Böden bis 2050 in einen besseren Zustand versetzen.

Die EU-Kommission hat die neue EU-Bodenstrategie vorgelegt. Sie ist Teil des europäischen Green Deals und der Biodiversitätsstrategie. Laut Kommission befinden sich 70 Prozent der Böden in der Europäischen Union in keinem guten Zustand. Ziel sind deshalb sowohl freiwillige als auch rechtlich bindende Maßnahmen zum Schutz, zur Wiederherstellung und für nachhaltige Nutzung der Böden.

Böden sollen bis 2050 gesund sein

Konkret sieht die Strategie vor, den Gehalt an organischem Kohlenstoff in landwirtschaftlich genutzten Böden zu erhöhen, die Wüstenbildung zu bekämpfen sowie geschädigte Flächen und Böden zu sanieren. Bis 2050 sollen alle Bodenökosysteme einen gesunden Zustand erreichen.

CSU-Agrarpolitikerin kritisiert Bodenstrategie

„Gesunde Böden sind unser aller Grundlage für eine sichere, regionale Lebensmittelversorgung und ein wichtiger Bestandteil des Klimaschutzes. Daher ist es richtig und wichtig, unsere Böden zu schützen“, so EU-Agrarpolitikerin Marlene Mortler (CSU). Dafür brauche es aber keine zusätzlichen Vorgaben aus Europa, kritisiert Mortler. „Es existieren bereits zahlreiche europäische und nationale Regelungen, die den Schutz der Böden in den Blick nehmen.“ Sie weist darauf hin, dass es nicht zuletzt das ureigenste Interesse der Landwirte sei, ihre landwirtschaftlichen Flächen fruchtbar, ertragreich und nachhaltig zu bewirtschaften und sie zu bewahren. „Ob weitere EU-Vorgaben dem Bodenschutz dienen, zweifle ich an“, sagte die Politikerin. Sicher sei jedoch, dass sie mehr Bürokratie und Überschneidungen mit nationalen Regelungen zur Folge haben werden. Sie forderte, die Kompetenzen für die Böden in den einzelnen Mitgliedstaaten zu belassen.

Foto: Catkin/pixabay.com

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