Blauzungenkrankheit: Impfungen erfolgreich

Die Blauzungenkrankheit trat zum erstenmal Anfang des 20. Jahrhunderts in Südafrika auf. Sie betrifft vor allem Rinder, Schafe und Ziegen. Symptome sind Fieber, Lahmheit und die namensgebende blau-rote Zunge. Folgen der Infektionskrankheit sind Fehlgeburten und missgebildete Jungtiere. Vor etwa acht Jahren traten gehäuft Fälle in Mitteleuropa auf, 2008 wurde in Deutschland die Impfpflicht eingeführt. Mit Erfolg, denn 2010 ging die Anzahl der Erkrankungsfälle zurück.

Nun meldet der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) den Sieg über die heimtückische Krankheit. Wie der Landvolk Pressedienst berichtet, sei diese jetzt kein Thema mehr. Tiere könnten wieder ohne Impfung und Untersuchung in andere Länder gebracht werden. Auch die Impfung von Auktionstieren sei nicht mehr erforderlich, heißt es weiter. Schafhaltern wird geraten, ihre Tiere nach wie vor freiwillig impfen zu lassen.

Wie der BfT weiter meldet, seien auch andere Tierseuchen erfolgreich bekämpft worden. Die in den 1980er und 1990er Jahren unter Schweinen kursierende Aujeszky’sche Krankheit, auch als „Pseudowut“ bekannt, sei ebenfalls völlig ausgerottet worden. Diese Infektionskrankheit breitete sich bei den Tieren vor allem über Lymph- und Blutgefäße sowie die Nerven aus. Das Ergebnis waren Gehirn- und Rückenmarksentzündungen.

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