Bio-Produkte: Ministerin fordert Umdenken in Kantinen

Die Thüringer Landwirtschaftsministerin Birgit Keller wünscht sich mehr Bio-Produkte in der Außer-Haus-Verpflegung nach dänischem Vorbild.

„In den thüringer Kantinen wollen wir verstärkt regionale Bio-Produkte einsetzen. Die Ökobranche sichert wichtige Arbeitsplätze und kann ein Motor für die Wirtschaft im ländlichen Raum sein”, sagte die Thüringer Landwirtschaftsministerin Birgit Keller (Die Linke) beim Mitteldeutschen Bio-Branchentreffen in Erfurt. Gerade in Großküchen und Kantinen sieht die Politikerin noch viel Spielraum, um regionale Lebensmittel öfter auf den Tisch zu bringen.

Dänemark forciert Bio-Produkte in Kantinen

Vorbild sollte laut Keller Dänemark sein. Der Bio-Anteil in der Außer-Haus-Verpflegung tendiert dort vielerorts gegen 100 Prozent. Unter dem Motto „Regionale Bio-Produkte in die Kantine“ wird es mit Unterstützung der dänischen Botschaft einen Erfahrungsaustausch mit Gästen aus der Bio-Branche des nordeuropäischen Königreichs geben. Dänemark hat weltweit den höchsten Bio-Absatz pro Kopf und ist Spitzenreiter bei der Verwendung von Bio-Lebensmitteln in Großküchen.

Großküchen wichtig für Wertschöpfungskette

Aufgrund der großen Einkaufsmengen spielt die Außer-Haus-Verpflegung in Mensen, Kantinen und Krankenhäusern eine Schlüsselrolle bei der Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten. Der Absatz von Bio der regionalen Agrarwirtschaft würde entsprechend steigen. Entsprechend hat Dänemark das thüringer Ziel, mindestens 10 Prozent der Agrarflächen ökologisch zu bewirtschaften, längst erreicht.

Das diesjährige Dialogtreffen der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurde durch den Verein Thüringer Ökoherz und den Thüringer Bauernverband ausgerichtet.

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