Bio-Hühner: Deutschland droht EU-Vertragsstrafe

Laut EU müssen schon die Elterntiere der Bio-Hühner Zugang zu Freiland haben. Deutschland droht ein Vertragsverletzungsverfahren.

Deutschland droht juristischer Ärger mit der EU. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) berichtet, bemängelt die Brüsseler Generaldirektion für Landwirtschaft die Haltung der Elterntiere von Bio-Legehennen. Demnach müsste den Elterntieren, die Bio-Hühner ausbrüten, ebenso Freilandhaltung ermöglicht werden. Dies ist in einigen Bundesländern nicht der Fall. Laut NOZ empfiehlt die europäische Generaldirektion für Landwirtschaft der EU-Kommission, ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik einzuleiten.

Auch Elterntiere der Bio-Hühner müssen Freilandzugang haben

Aus Sicht der EU-Behörde sieht die EU-Verordnung den Freilandzugang nicht nur für die Bio-Hühner vor. Das gelte auch für die Elterntiere, deren Hühner ausschließlich Bruteier produzieren, aus denen die späteren biologisch gehaltenen Legehennen schlüpfen. Die Generaldirektion ist zu dem Schluss nach mehrjähriger Untersuchung gekommen.

Letztes Wort hat EU-Kommission

Nun muss die Kommission darüber entscheiden, ob sie ein Vertragsverletzungsverfahren einleitet. An deren Ende könnte Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt werden. Es drohen hohe Geldbußen. Auf Anfrage der Zeitung wollte sich die EU-Kommission nicht äußern. In Brüssel beruft man sich auf das laufende Verfahren. Das Bundeslandwirtschaftsministerium erklärte, dass die Bundesländer aufgrund der Kritik bereits Maßnahmen getroffen hätten.

Ein Gedanke zu „Bio-Hühner: Deutschland droht EU-Vertragsstrafe

  • 20.02.19 um 1:16
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    Ja hoffentlich gibt es eine deftige Strafe, die Hühner sollen auch etwas mehr geschätzt werden. Die Haltungsbedingungen sind ja schlimm, in den Niederlande finde ich sind die noch schlimmer wenn man sich Videos anschaut.

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