Bauernhöfe beschlagnahmen: Sie wissen nicht, was sie tun

Die Bundesminister de Maiziére und Schmidt machen sich Sorgen um die Nahrungssicherheit in Krisenfällen, während Kollegin Hendricks weiter von einer Postkarten-Landwirtschaft träumt.

Nach der Bitte der Bundesregierung an die Bevölkerung, für Krisenfälle Lebensmittel und Wasser für mindestens zehn Tage zu horten, hat laut Medienberichten das Bundeslandwirtschaftministerium (BMEL) ebenfalls einen “krisenfesten” Gesetzesentwurf vorgelegt. In Ernstfällen sollten landwirtschaftliche Betriebe und andere Lebensmittelunternehmen beschlagnahmt werden können.

Der vom unionsgeführten BMEL ausgearbeitete Gesetzesentwurf ist offenbar eine weitere präventive Maßnahme zum von Bundesinnemminister Thomas de Maiziére (CDU) vorgelegten 70-seitigen Katalog für Krisen- und Katastrophenfälle. In dem Konzept werden detailliert Strategien gegen Cyberangriffe, Terroranschläge und Attacken auf die Energie- und Wasserversorgung beschrieben.

Könnte die Landwirtschaft überhaupt genug für alle bieten?

Der Entwurf klingt erst einmal groß, großartig und durchdacht. Der deutsche Tisch ist gedeckt, landwirtschaftliche Produkte im Überfluss, der Garten Eden. Doch was nicht bedacht wird, dass von der anderen Seite, nämlich vom SPD-Bundesumweltministerium, massiv gegen Ernährungssicherheit für 80 Millionen Deutsche gearbeitet wird. Bundesministerin Barbara Hendricks setzt scheinbar alles daran, die Nahrungssicherheit auszusetzen. Nahezu von den Landwirten nicht umzusetzende Auflagen, kleine Ställe und eine Halbierung des Tierbestandes. Wie verhält sich Hendricks’ Strategie mit dem Wunsch, auch in Krisenfällen satt zu werden? Wenn nichts mehr da ist, außer genug für die Selbstversorgung der Landwirte, für wen soll dann beschlagnahmt werden, für eine Elite? Für die Bevölkerung würde es jedenfalls nicht ausreichen. Wenn man jedoch der modernen Landwirtschaft traut, den Fachleuten ihre professionelle Arbeit machen lässt, dann muss man auch nichts beschlagnahmen, denn dann werden ohnehin alle satt. Hier weiß die eine Hand nicht, was die andere macht.

Ein Gedanke zu „Bauernhöfe beschlagnahmen: Sie wissen nicht, was sie tun

  • 30.08.16 um 14:03
    Permalink

    Seit Jahren schon sind die dt. Landwirte die Prügelknaben der Nation , die nichts anderes im Sinn haben als die Umwelt zu vergiften und Tiere zu quälen ! Außerdem sind sie für nahezu alle Krisen , das Wetter , dem Welthunger u.s.w. verantwortlich ! Und dann sollen wir Landwirte die Versorgung derer sicherstellen , die uns das Leben schwer machen ? Niemals !

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.