Afrikanische Schweinepest: Erster Fall in Sachsen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich immer weiter aus, die Maßnahmen zur Eindämmung gehen voran.

+++ Update 31. Oktober: Am Samstag hat das Bundeslandwirtschaftsministerium das erste mit der Afrikanischen Schweinepest infizierte Wildschwein außerhalb Brandenburgs gemeldet. Das Tier wurde im Rahmen einer Jagd erlegt und hatte keine Krankheitssymptome. Das Wildschwein wurde routinemäßig auf ASP untersucht. Der Fundort liegt in der Nähe der polnischen Grenze in der Oberlausitz, Landkreis Görlitz. Mit weiteren zwischenzeitlich aus Brandenburg gemeldeten Fällen liegt die Zahl jetzt bei 117. +++


Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat am Freitag, 30. Oktober, in Brandenburg elf weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bestätigt. Damit sind 114 infizierte Wildschweine bekannt. Betroffen sind die Landkreise Oder-Spree, Spree-Neiße und Märkisch-Oderland.

Maßnahmen zur Ausbreitung der ASP

Das Land Brandenburg setzt derzeit alle notwendigen Maßnahmen im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest um. Die Einzäunung der sogenannten „Weißen Zone“ sowie der Bau fester Zäune entlang Oder und Neiße kommen gut voran. Die Fallwildsuche wird in allen betroffenen Regionen unvermindert fortgesetzt. Dazu werden Hunde, Drohnen und Hubschrauber eingesetzt. Ziel ist, die Ausbreitung der ASP ins Landesinnere zu verhindern.

Bei der „Weißen Zone“ handelt es sich um einen circa fünf Kilometer breiten Streifen, der das Kerngebiet wie ein Halbkreis auf dem Gebiet der Landkreise Oder-Spree und Spree-Neiße umschließt. Dieser Streifen wird mit zwei festen Zaun-Reihen – einem äußeren und einem inneren Zaun – gesichert. 


Deutschland muss langfristigen Plan vorlegen

Deutschland muss innerhalb von 90 Tagen nach dem ersten bestätigten Fall – das war am 10. September – der EU-Kommission einen Plan zur Bekämpfung vorlegen. Der sogenannte Tilgungsplan muss die langfristigen Maßnahmen zur Tilgung der Tierseuche in dem ausgewiesenen gefährdeten Gebiet und einer sich daran anschließenden Pufferzone enthalten.

Hausschweinbestände sind nach wie vor nicht betroffen. Für andere Tierarten und Menschen ist die Seuche nicht gefährlich. Für Schweine ist die Krankheit allerdings tödlich.

Tagesaktuelle Zahlen zu bestätigten ASP-Fällen können im TierSeuchenInformationsSystem (TSIS) des FLI abgerufen werden.

Foto: Frans Van Heerden/pexels.com (Symbolbild)

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