Antibiotikaabgabe seit 2011 erheblich reduziert

Die Abgabe von Antibiotika konnte innerhalb von vier Jahren halbiert werden.

Der Einsatz von Antibiotika bei Nutz- und Haustieren konnte weiter reduziert werden. 2015 wurden von Unternehmen und Großhändlern mit insgesamt 837 Tonnen um rund 869 Tonnen (51 %) weniger Antibiotika abgegeben als 2011. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Deutschen Institutes für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hervor. Seit 2011 sind die pharmazeutischen Unternehmen verpflichtet, die Abgabenmengen an das DIMDI zu melden.

Dr. Siegfried Moder, Präsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte (bpt), ist mit der Entwicklung zufrieden: „Das zeigt den Fortschritt in den Bemühungen der Tierärzte, den Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung vor dem Hintergrund der Problematik antimikrobieller Resistenzen deutlich zu senken.“ Die rückläufigen Zahlen seien auch ein Beweis dafür, dass die 16. AMG-Novelle ein Erfolg sei“, so Moder weiter.

Lediglich bei der Abgabe der Reserveantibiotika Fluorchinolone (+ 14 % gegenüber 2014) und Cephalosporinen (+39 % gegenüber 2014) wurde ein Zuwachs verzeichnet. Die Reserveantibiotika, die eigentlich für Notfälle in der Humanmedizin gedacht sind, sollten nur im Ausnahmefall eingesetzt werden. Grüne und der BUND wollen ein Verbot, Bundesminister Schmidt hat sich im Januar gegen ein Verbot ausgesprochen.

Abgabemengen 2015 in den einzelnen Regionen

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