Angesäuerter Wirtschaftsdünger: BMEL sucht Projektideen

Das BMEL stellt ein Konsortium zusammen, das anhand Demonstrationen und Wissenstransfer die Nutzung angesäuerter Wirtschaftsdünger populär macht.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) sucht ein Konsortium, das über ein Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) die Ansäuerung von Wirtschaftsdünger, also Gülle und Gärrückständen, in Praxisbetrieben demonstriert. 

Positive Effekte der Ansäuerung von Wirtschaftsdünger

Ziel ist, die positiven Effekte des Verfahrens in der landwirtschaftlichen Praxis aufzuzeigen. Das Konsortium wird aus Gesamtkoordination, Regionalkoordinatoren, Lohnunternehmen und landwirtschaftlichen Demonstrationsbetrieben in unterschiedlichen Regionen Deutschlands durchgeführt werden. Dabei sollen Messprogramme zur Wirkung angesäuerter Wirtschaftsdünger sowie ökonomische Verfahrensanalysen umgesetzt werden. Wissenstransfer auf regionaler und überregionaler Ebene ergänzen das Vorhaben. Die Ausschreibung richtet sich an Einrichtungen, die die Gesamtkoordination beziehungsweise Regionalkoordination übernehmen. 

Projektideen sind bis zum 15. Oktober bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) einzureichen. Die Projektskizzen können eine einzelne oder mehrere Modellregionen umfassen.

Teil der Ackerbaustrategie

In der Ackerbaustrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums werden unter anderem über das Bundesprogramm Nährstoffmanagement Maßnahmen gefördert, die die Nährstoffeffizienz verbessern. Gleichzeitig sollen Nährstoffverluste und Ammoniak-Emissionen im Pflanzenbau wirksam verringert werden. Mit dem Verfahren der Ansäuerung lassen sich diese Wirkungen vergleichsweise kostengünstig erzielen. Die Förderung zielt darauf ab, bestehende Hemmnisse gegenüber dem Ansäuerungsverfahren abzubauen. Die Akzeptanz für den Einsatz angesäuerter Wirtschaftsdünger soll gesteigert werden.

Weitere Informationen findet man auf der Internetseite des BLE.

Foto: Ehrecke/pixabay.com (Symbolbild)

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