Amtsveterinäre brauchen mehr Geld für Schlachthof-Kontrollen

Niedersachsens Amtsveterinäre halten die Überprüfung der Schlachthöfe durch die Behörden für notwendig. Allerdings reiche laut der Tierärzte dazu das Geld nicht.

Nach einigen Missständen in norddeutschen Schlachthöfen fordern Niedersachsens Amtsveterinäre mehr öffentliches Geld. Das berichtet die Nordwest Zeitung (NWZ). „Wir benötigen vor allem eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen, um den Tierschutz vor Ort auch stemmen zu können“, zitiert die Zeitung den Oldenburger Amtstierarzt Dirk Claussen. Er ist Vorsitzender des Verbandes der beamteten und angestellten Tierärzte Niedersachsen.

Länder sind verantwortlich für die finanzielle Ausstattung

Obwohl laut Verfassung die Veterinärverwaltung das Land finanzieren muss, steuern die Landkreise und kreisfreien Städte schon 23 Millionen Euro bei, wie der Hauptgeschäftsführer des Landkreistages, Hubert Mayer, in der NWZ beteuert. Für neue Aufgaben wie die geplante Videoüberwachung in den Schlachthöfen sei neues Personal notwendig.

Amtsveterinäre begrüßen Überwachung durch Behörden

Vergangenen Herbst sind in Niedersachsen Verstöße in mehreren Schlachthöfen bekannt geworden. Während die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) eine Videoüberwachung durch die Schlachtbetriebe selbst ins Spiel brachte, forderte die Agrarsprecherin der niedersächsischen Grünen, Miriam Staudte, die Überwachung durch den Staat.

Claussen sieht das ähnlich: Hauptverantwortlich für den Tierschutz seien zwar die Schlachthöfe selbst, die Behörden hätten aber die Aufgabe die Selbstkontrollen zu überprüfen. Häufig führe der enorme Zeit- und Kostendruck in den Produktionen zu Mängeln. „Tierschutz gibt es nicht im Akkord“, betonte Claussen in der NWZ.

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