Agrargipfel: Das fordern Landwirte und Verbände

Den EU-Agrargipfel in Koblenz begleiten Proteste von Landwirten, Umweltschützern und Imkern.

Am Sonntag demonstrierten in Koblenz Landwirte, Umweltaktivisten und Imker für eine Wende der europäischen Agrarpolitik. Anlass war der Auftakt des EU-Agrargipfels. Nach Angaben der Initiatoren beteiligten sich 1.200 Menschen, angeführt von 16 Traktoren. Zu dem friedlichen Protest haben unter anderem das Bündnis „Wir haben es satt!“, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund (DBIB) aufgerufen. Am Dienstag fanden die Proteste eine Fortsetzung.

Beim Agrargipfel wird über Verwendung der EU-Gelder entschieden

Die Verbände fordern, dass die 55 Milliarden Euro EU-Agrarbudget nicht mehr für pauschale Flächensubventionen eingesetzt werden, sondern für den Klima- und Insektenschutz sowie den tierwohlkonformen Umbau der Ställe. Das Höfesterben solle so beendet werden. Subventionen unter dem Motto „Wer viel hat, dem wird gegeben“, seien nicht mehr zeitgemäß und befeuerten einen Konzentrationsprozess in der europäischen Landwirtschaft, so die Initiatoren.

Bündnis kritisiert „antiquierte Förderpraxis“

Saskia Richartz, Sprecherin von „Wir haben es satt!“, gibt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und ihren Amtskollegen und -kolleginnen einen eindeutigen Auftrag: „Jetzt umsteuern – verabschieden Sie sich von der antiquierten Förderpraxis! Nur wenn wir Insekten, Böden und das Klima schützen, den Pestizideinsatz reduzieren und Vielfalt auf den Acker bringen, sind wir bereit für die kommenden Herausforderungen.“   

Die BUNDjugend Rheinland-Pfalz hielt von Sonntag bis Dienstag in einem Protestcamp aus.

Foto: Bernd Hartung/www.wir-haben-es-satt.de

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