Die Afrikanische Schweinepest wäre für Deutschland eine Katastrophe

Wegen der Übertragung durch Wildschweine sind die deutschen Hausschweine immens bedroht. Der DBV warnt vor Milliardenschäden.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) nähert sich vom Baltikum und von Russland aus über Polen und Tschechien unaufhörlich Mitteleuropa und somit Deutschland. Der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV) fordert in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ), die Krankheit ernst zu nehmen. „Die Seuche kommt näher“, warnte er im Gespräch mit dem Blatt. Das Fatale: Gegen die Virusinfektion aus Afrika gibt es bislang, im Gegensatz zur klassischen Schweinepest, keine Impfung und auch keine Medikamente. Während die Krankheit für Menschen sowie andere Haus- und Wildtiere ungefährlich ist, endet sie für erkrankte Wild- und in weiterer Folge Hausschweine zu 90 Prozent tödlich. Symptome sind unter anderem Fieber, Schwäche, Atemprobleme sowie Durchfall und Blutungen. Ganze Bestände können so zugrunde gehen.

DBV befürchtet Milliardenschäden

„Die Folgen eines Ausbruchs wären immens“, zitiert die SZ Krüsken. Der DBV-Generalsekretär spricht sogar von einem „wirtschaftlich katastrophalen Szenario“. Der Export würde einbrechen. Andere Länder würden Schweinefleisch nicht mehr abnehmen, in Deutschland würden die Preise drastisch fallen. Der Bauernverband befürchtet eine neue Existenzkrise für viele Betriebe. Krüsken spricht von Schäden in „zweistelliger Milliardenhöhe“.

Zur Abwendung der Schweinepest mehr Wildschweine bejagen

Auch das Bundeslandwirtschaftsministerium spricht von einem „hohen Infektionsdruck“ und reagierte bereits. So wurden zum Beispiel an LKW-Fahrer Handzettel verteilt, auf denen gebeten wird, keine Essensreste wegzuwerfen, da diese Wildschweine anziehen. Über die Lebensmittel würde die Seuche weiter übertragen werden.

Der DBV fordert aber, dass auf Bundes- und Landesebene noch mehr geschehen müsse. Vor allem müsse der Wildschweinbestand intensiver bejagt werden. Laut dem Verband sollten Jäger mit Prämien motiviert werden, mehr Wildschweine zu schießen.
Erste Maßnahmen wurden bereits ergriffen. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern stellen Abschussprämien zur Verfügung. In Niedersachsen wurde die Schonzeit für Wildschweine aufgehoben.

Mehr über die Afrikanische Schweinepest erfährt man unter anderem auf der Internetseite des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

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