Ackerbau geht’s so weit gut

Göttinger Betriebswirtschaftler macht Ackerbaubetrieben Mut.

Während Milch- und Fleischwirtschaft ums Überleben kämpfen, geht es dem Ackerbau offenbar gut. Im internationalen Vergleich mit anderen Export- und Erzeugerländern seien die deutschen Ackerbaubetriebe sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland gut aufgestellt, zitiert der aid Informationsdienst den Betriebswirtschaftsexperten Friedrich Stute.

Eine wesentliche Rolle spielten die um das Zwei- bis Vierfache höheren Naturalerträge. Deutschland sei ein Gunststandort, so der Göttinger. Eine hohe Produktivität auf der Fläche sei ein entscheidender Faktor für unsere Wettbewerbsfähigkeit.

Stute nennt auch die vorhandenen Direktzahlungen als Erfolgsfaktor. Diese stabilisierten im Vergleich zu Ländern wie der Ukraine oder Kanada die Erlöse, auch bei sinkenden Marktpreisen.

Betriebskosten im Osten geringer

Stute plädiert aber auch dafür, Flächen- und Arbeitserledigungskosten weiter zu senken. Großbetriebe in den neuen Bundesländern hätten deutliche Vorteile gegenüber den klassischen Familienbetrieben im Westen, vor allem bei den geringeren Löhnen und geringeren Kosten für den Maschineneinsatz.

Entscheidend ist laut Stute aber nicht alleine die Größe: „Managementqualitäten und Standorteignung sind wichtiger als die Hektarzahl. Es gibt 200- bis 400-Hektar-Ackerbaubetriebe, die gut laufen, aber auch 1.000-Hektar-Betriebe, die Schwierigkeiten haben, mitzuhalten.“

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