Lebensgefahr im Pelletslager

Wer ein Pelletslager hat, sollte sich mit Sicherheitsmaßnahmen und präventiv mit Rettungmaßnahmen beschäftigen.

Im Pelletslager können sich giftige und schlimmstenfalls tödliche Kohlenmonoxid-Konzentrationen bilden. Davor warnt die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Sicherheitsmaßnahmen seien hier lebenswichtig, so die Experten. Kohlenmonoxid (CO), das sowohl farb- als auch geruchslos ist, verhindert den Sauerstoffaustausch im Körper. Da es leichter als Luft ist, steigt es auf, so dass es eingeatmet wird. Es kann aus Lagerräumen entweichen. Hinsichtlich dicht schließender Bunker mit Zugängen über Wirtschaftsräume oder Wohnbereiche sollte der Schornsteinfeger zu Rate gezogen werden.

Die SVLFG rät zu ausreichenden und vor Nagetieren gesicherten Entlüftungsmöglichkeiten ins Freie. Vor dem Betreten eines teilgefüllten Pelletslagers ist dieses zu lüften und es empfiehlt sich eine Orientierungsmessung. Über entsprechende CO-Messgeräte verfügen Feuerwehren und Schornsteinfeger.

Bei einem Gasunfall muss sofort der Nortruf 112 abgesetzt werden. Anzeichen einer Kohlenmonoxidvergiftung sind Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Bewusstseinsverlust. Mitarbeiter und Familienangehörige sollten präventiv hinsichtlich der Gefahr und eventueller Rettungsmaßnahmen eingewiesen werden. In Lagerräumen Warnhinweise zum Auftreten giftiger Gase anzubringen ist Pflicht, genauso Notfall- und Rettungspläne in Betrieben mit Arbeitnehmern.

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