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    <title>gruuna deutsch</title>
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    <description>Blog</description>
    <dc:language>de</dc:language>
    <dc:rights>Copyright 2010</dc:rights>
    <pubDate>Fri, 30 Jul 2010 14:25:26 GMT</pubDate>
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      <title>Im Kriechgang zum Erfolg</title>
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      <dc:creator>Karsten Busch</dc:creator>
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          <p>
            Autor: Karsten Busch<br />
            Kategorie: <a href="http://blog.gruuna.com/blog/category/exoten/">Exoten</a>
          </p>
          
          <a href="http://blog.gruuna.com/entry/im-kriechgang-zum-erfolg/"><img src="/images/sized/content/img/blog/schneckenfarm_edit-194x259.jpg" width="194" height="259"  alt="Weinbergschnecken sind als Deliketesse bekannt. Aber mehr aus Frankreich, als aus Deutschland. Foto: privat" /></a>
          	<p>In Frankreich ein Renner, in Deutschland ein Exot für Gourmets: Die Weinbergschnecke. Auch wer sie züchten will, kann sich wie ein seltenes Exemplar fühlen, denn Schneckenzüchter sind in deutschen Landen ebenfalls eine seltene Spezies – und eine hartnäckige dazu.</p>
          	<p>Einen Weinbergschneckenzüchter zu seiner Arbeit zu befragen ist derzeit gar nicht so leicht. Es gäbe eigentlich nichts zu erzählen oder es sei momentan eher schwierig und man möchte nichts sagen, heißt es immer wieder. Hans Herold wundert das nicht, er hat mit seiner <a href="http://schneckengarten.de/">Weinbergschneckenzucht im Odenwald</a> seine ganz eigenen Erfahrungen gemacht.</p>

	<p>Die Vorraussetzungen für eine artgerechte und ökologische Zucht von 70.000 Weinbergschnecken der Art „Aspersa Maxima“ scheinen zu Beginn nicht besonders hoch. 200 Quadratmeter Land reichen dem ehemaligen Maler- und Lackierermeister. Den Schnecken auch, die fühlen sich auf wenig Raum wohl, so Herolds Erfahrungen. 1000 Jungschnecken kosten um die 11 Euro, wachsen relativ schnell und sind innerhalb von sechs Monaten geschlechtsreif.</p>

	<p>Doch von einem simplen Geschäft kann keine Rede sein, denn Schnecken verursachen durchaus Aufwand: „Das ist alles relativ kompliziert, man muss schon ein bissl was tun“, sagt Herold und meint zum Beispiel die aufwändigen Zäune gegen Fressfeinde (Fuchs, Kröte, Ratte) und Maßnahmen gegen Schädlinge wie den Blaukäfer oder Futterfeinde wie die Nacktschnecke. Gegen letztere hat Herold sogar Enten im Einsatz, denn in manchen Jahren, so berichtet er, waren mehr Nacktschnecken als Weinbergschnecken in der Anlage. </p>

	<p>Die Nachzucht findet im heimischen Keller statt und bringt zwei Monate Vorsprung vor dem natürlichen Kalenderjahr der Schnecken. So kann die Ernte zur besten Zeit stattfinden kann. Die Schnecken sitzen auch nicht einfach auf der Wiese, sondern bekommen Naturheilkräuter, verschiedene Wiesengewächse und Zusatzfutter für ein stabiles Schneckenhäuschen. Bei hochsommerlichen Temperaturen werden die Schneckengehege förmlich unter Wasser gesetzt, erklärt Herold, denn die Tiere fühlen sich bei kühlen 17 bis 20 Grad am wohlsten. Im August beginnt die Ernte &#8211; das heißt Einsammeln, Lüften, ungenießbare Bestandteile entfernen und das Schlachten, also das Herausziehen aus dem Gehäuse.</p>

	<p><strong>Bürokratische Hürden machen die Zucht zum Luxus</strong></p>

	<p>Den größten Kampf aber, so Herold, führt ein Schneckenzüchter gegen die deutsche Bürokratie. „Man hat viele Vorschriften vom Veterinäramt und muss viel Aufwand betreiben. So musste ich einen geeigneten Schlachtraum einrichten, obwohl bei Schnecken keine Schlachtabfälle und kein Blut anfallen“, berichtet Herold. Im Ort selbst sei die Zucht von der unteren Naturschutzbehörde zudem nicht erlaubt worden, so dass er sich ein Gelände außerhalb suchte. Für dieses war aber den Vorschriften nach noch eine Personaltoilette nötig – die hat Herold sich dann in einem zehn Kilometer entfernten Gasthaus eingerichtet und genehmigen lassen.</p>

	<p>„Zwei Jahre hat sich das alles hingezogen, deswegen macht in Deutschland keiner Schneckenzucht, bei dem ganzen Ärger,“ meint der Züchter. Er biss sich durch und schluckte auch die 19 Prozent Mehrwertsteuer, die auf Weinbergschnecken fällig werden. Denn anders als die meisten anderen Lebensmittel, die nur mit sieben Prozent besteuert werden, zählen sie als Luxusgut. Dabei betreibt Herold die Zucht nicht hauptberuflich, sondern als Hobby und als Beschäftigungstherapie. „Meine Schnecken halten mich fit“, sagt er.</p>

	<p>Der Lohn für all die Mühe ist die Aussicht, im sechsten Betriebsjahr vielleicht schwarze Zahlen zu schreiben. Und das Wissen, etwas Besonderes zu tun, denn Hessen ist kein typisches Schneckengebiet, das Feinschmecker wie den Elsass oder Lothringen extra anfahren. Insofern hat Herold nach eigener Aussage auch Glück mit seinen Abnehmern im Umkreis, die vor allem auf regionale Produkte setzen – etwa die Odenwaldgasthäuser. Bei der klassischen Schneckenprodukten belässt er es aber nicht, sondern will in Kürze einen neuen Brotaufstrich auf den Markt bringen, eine Art Schnecken-Kräuterbutterpaste. Köche als Testesser bescheinigten ihr Potential, nun will Herold das Produkt auf Wochenmärkten und über den Werksverkauf einer Molkerei unter die Leute bringen.</p>
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      <category>Exoten</category>
      <pubDate>Fri, 30 Jul 2010 14:25 GMT</pubDate>
    </item>

    <item>
      <title>Imagepflege für die Landwirtschaft</title>
      <link>http://blog.gruuna.com/entry/imagepflege-fuer-die-landwirtschaft/</link>
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      <dc:creator>Jan Berger</dc:creator>
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        <![CDATA[
          <p>
            Autor: Jan Berger<br />
            Kategorie: <a href="http://blog.gruuna.com/blog/category/onlinewelt/">Onlinewelt</a>
          </p>
          
          <a href="http://blog.gruuna.com/entry/imagepflege-fuer-die-landwirtschaft/"><img src="/images/sized/content/img/blog/deutschlandsbauern-194x110.jpg" width="194" height="109"  alt="Foto: http://www.deutschlands-bauern.de/" /></a>
          	<p>Unter dem Titel <a href="http://www.deutschlands-bauern.de/">Arbeit mit Leidenschaft – die deutschen Bauern</a> hat der Deutsche Bauernverband eine Internetseite gestartet, die das Image der Landwirte aufwerten soll und mehr Verständnis für ihre Arbeit wecken soll. Eine gute Idee, denn Aufklärung und Eigenwerbung ist immer hilfreich – und wichtige Aufgabe eines Verbands. Leider nur hapert es an der Umsetzung des Internetangebotes noch deutlich.</p>
          	<p>Der Ansatz von <a href="http://www.deutschlands-bauern.de/">deutschlands-bauern.de</a> passt sehr gut ins Internet: Mit kurzen Videos und Texten werden verschiedene Landwirte und Betriebe vorgestellt. Es geht um Viehhaltung und Obstbauern, um die Leidenschaft an der Arbeit und die Sorgen des Nachwuchs. Die Inhalte sind übersichtlich geordnet und angenehm aufbereitet. Ein moderner Ansatz, um Menschen, die mit der Landwirtschaft wenig zu tun haben, die Arbeit auf Feld und Hof näher zu bringen.</p>

	<p>Das ist nötig, gerade um teuren und nervenaufreibenden Streits vorzubeugen. Viele Landwirte haben Schwierigkeiten, wenn die Tiere lärmen, die Felder stinken oder die Maschinen den Verkehr verlangsamen. Wenn es dann noch um Preise und Subventionen geht, um Lebensmittelsicherheit und Umweltschutz, schlagen die Wellen schnell hoch. Und während andere Gruppen gut vernetzt sind und sich mit geschickter Lobbyarbeit in den öffentlichen Debatten positionieren, werden die Bedürfnisse der Landwirtschaft oft nicht genügend wahrgenommen. In der breiten Öffentlichkeit haben sich zwei Klischees verfestigt: der ewig jammernde Landwirt und der anonyme Massenbetrieb mit zumindest fragwürdigen Arbeitsmethoden.</p>

	<p>Mit geschickter Aufklärung auf der eigenen Internetseite könnte diesem Eindruck ein deutliches Zeichen entgegengesetzt werden. Doch was bei der Gestaltung und in den ersten Texten auf deutschlands-bauern.de gelungen ist, wurde leider nicht konsequent fortgesetzt. Etwas verstärkt finden sich in der Rubrik „gut zu wissen“ einige Beiträge, die die besondere Situation der Landwirtschaft insgesamt beschreiben und daraus die Ansprüche der Bauern ableiten.</p>

	<p>Doch seit einem Monat gibt es keine neuen Videos oder Texte, die Anbindung an andere Internetseiten wie Twitter und Facebook fehlt komplett. Zwar haben die Leser die Möglichkeit, in einigen Kommentaren eine Lanze für die Landwirtschaft zu brechen. Wirkliche Gespräche oder Diskussionen finden sich jedoch keine. So, wie Unternehmen das Internet nutzen, um sich bekannt zu machen und Kunden zu gewinnen, könnten es Landwirte dann über dieses Angebot tun. Auch Verweise auf die Internetseiten verschiedener Betriebe oder einen Bereich für interessierte Lehrer und andere Multiplikatoren sucht man vergeblich. </p>

	<p>Vielleicht ist es nur die Erntezeit, die die Macher der Internetseite im Moment ausbremst. Wir hoffen, dass sich das Angebot in den kommenden Wochen weiter füllt. Denn für die Landwirtschaft kann es nur positive Effekte bringen. Das zeigen Internetkampagnen in anderen Bereichen – von Umweltschutz bis Pharmaindustrie.</p>
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      <category>Onlinewelt</category>
      <pubDate>Thu, 29 Jul 2010 09:10 GMT</pubDate>
    </item>

    <item>
      <title>Schauen Sie genauer Hin</title>
      <link>http://blog.gruuna.com/entry/schauen-sie-genauer-hin/</link>
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      <dc:creator>Jan Berger</dc:creator>
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        <![CDATA[
          <p>
            Autor: Jan Berger<br />
            Kategorie: <a href="http://blog.gruuna.com/blog/category/recht-und-pflicht/">Recht und Pflicht</a>
          </p>
          
          <a href="http://blog.gruuna.com/entry/schauen-sie-genauer-hin/"><img src="/images/sized/content/img/blog/ddr_führerschein-194x132.jpg" width="194" height="132"  alt="Ein DDR-Führerschein. Foto: Wikipedia" /></a>
          	<p>In der Erntezeit sind sie wieder auf den Feldern und Straßen unterwegs: Landwirtschaftliche Zugmaschinen und andere Fahrzeuge der Agrarbetriebe. Damit es bei Polizeikontrollen oder nach Unfällen kein böses Erwachen gibt, müssen die Fahrer gültige Führerscheine bei sich tragen. Vielen Geschäftsführern ist kaum klar, welche Stolperfallen es bei diesem Thema gibt. Ihre Fahrer sind – häufig unbewusst – ein großes finanzielles Risiko.</p>
          	<p>Eigentlich ist es ganz einfach: Wer ein Auto, eine Zugmaschine oder ein anderes Fahrzeug führt, muss einen gültigen Führerschein haben. In der Landwirtschaft jedoch, wo unterschiedliche Fahrzeugklassen genutzt werden, viele Mitarbeiter unterschiedlich Alt und zeitweise auch Fahrer sind, gibt es einige Sonderregelungen zu beachten. Werden sie nicht beachtet, fehlt der gültige Führerschein. Dann entfällt der Versicherungsschutz im Sinne der Kasko-Versicherung und der Fahrer macht sich strafbar.</p>

	<p>Eine Besonderheit trifft vor allem ostdeutsche Betriebe. Wenn ein Mitarbeiter über 50 Jahre alt ist und einen <span class="caps">DDR</span>-Führerschein hat, droht der Verlust der <span class="caps">LKW</span>-Fahrerlaubnis. Die alten Führerscheine müssen spätestens mit dem 50. Geburtstag verlängert werden, damit sie ihre Gültigkeit behalten. Dazu sind eine medizinische Untersuchung und eine Umschreibung in der Zulassungsstelle nötig. Die Kosten: rund 250 Euro. Wer das versäumt, darf Landwirtschaftliche Zugmaschinen nur noch fahren, wenn sie eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern haben. Und diese Maschinen dürften heute in der Praxis nur noch schwer zu finden sein. </p>

	<p>Ein anderer Stolperstein ist mit der Führerscheinklasse T verbunden, wenn sie ohne <span class="caps">LKW</span>-Führerschein erworben wurde. Damit darf der Mitarbeiter Maschinen für landwirtschaftliche Transporte bis 60 Stundenkilometer zulässiger Höchstgeschwindigkeit bewegen. Für nicht landwirtschaftliche Transporte liegt die Beschränkung jedoch bei 40. Wenn also Bauschutt geladen wurde, oder die Fahrt gewerblich für ein anderes Unternehmen stattfindet, kann er nicht die gewohnte Maschine nutzen.</p>

	<p>Selbstverständlich gilt ein Fahrverbot für alle Mitarbeiter, denen der Führerschein entzogen wurde. Diese Kollegen dürfen höchstens auf einem geschlossenen Betriebsgelände oder Acker das Fahrzeug bewegen. </p>

	<p>Passiert bei einer unerlaubten Fahrt ein Unfall, drohen dem Betrieb hohe Kosten. Stürzt zum Beispiel ein Traktor bei einem Ausweichmanöver um, zahlt die Versicherung nichts. Bei einer neuen Maschinen sind so schnell 200.000 Euro in den Sand gesetzt – ohne, dass ein anderes Fahrzeug beschädigt wurde. Bei einem Gewinn von 200 bis 300 Euro pro Hektar ein hoher Preis für die Fahrt ohne gültigen Führerschein.</p>

	<p>Wie können sich Geschäftsführer davor schützen, dass ihre Fahrer – ob bewusst oder unbewusst – ein solches Risiko eingehen? Normalerweise ist es die Pflicht des Fahrzeughalters, sich vor dem Fahrtantritt von der „Befähigung des Führers eines Kraftfahrzeugs“ zu überzeugen. Da es im betrieblichen Ablauf nicht möglich ist, das täglich zu machen, reicht normalerweise eine Kontrolle alle sechs Monate. Wird diese Kontrolle, etwa mit einer Unterschriftenliste, nachgewiesen beteiligt sich die Kasko-Versicherung an dem Schaden. Außerdem wird der Betrieb nicht juristisch zur Rechenschaft gezogen, sondern nur der Mitarbeiter. Selbst wenn ihm der Führerschein in der Zeit zwischen zwei Kontrollen entzogen wurde.</p>
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      </description>
      <category>Recht und Pflicht</category>
      <pubDate>Tue, 27 Jul 2010 15:13 GMT</pubDate>
    </item>

    <item>
      <title>Das ganz persönliche Feinschmecker&#45;Ei</title>
      <link>http://blog.gruuna.com/entry/das-ganz-persoenliche-feinschmecker-ei/</link>
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      <dc:creator>Karsten Busch</dc:creator>
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        <![CDATA[
          <p>
            Autor: Karsten Busch<br />
            Kategorie: <a href="http://blog.gruuna.com/blog/category/exoten/">Exoten</a>
          </p>
          
          <a href="http://blog.gruuna.com/entry/das-ganz-persoenliche-feinschmecker-ei/"><img src="/images/sized/content/img/blog/wachtel-194x273.jpg" width="194" height="272"  alt="Wachteln in ihrem Käfig." /></a>
          	<p>Auch Kleinvieh bringt Ertrag: Die Wachtelzucht für die Eierproduktion ohne den Einsatz von Massentierhaltung ist kein leichtes Unterfangen und braucht viel Geduld und Ehrgeiz. Ein Sachse hat die Herausforderung angenommen.</p>
          	<p>Bernd Höhne hat sich ganz bewusst für die Produktion von Wachteleiern entschieden, trotz des schwierigen Marktes. Er hat eigene Marktforschung betrieben und die Reaktionen auf das Produkt mit Proben von gekochten Wachteleiern getestet. Und die Reaktionen waren durchweg positiv. Doch nicht nur der Geschmack und der im Vergleich zum Hühnerei höhere Nährwert seien charakteristisch für das Produkt, sagt der Züchter. Auch das Aussehen sei etwas Besonderes &#8211; vor allem für Dekozwecke auf Gourmet-Tellern oder für Büffets.</p>

	<p>Seit November 2007 betreibt Höhne seinen eigenen <a href="http://wachtelhof-hoehne.jimdo.com/">Wachtelhof</a> in Priestäblich auf dem sächsischen Land und verkauft die Eier seiner rund 2000 Legewachteln. Der Erfolg ist hart erarbeitet: „Es ist schwierig, sie zu vermarkten. Man muss viel Werbung machen und an die Kunden herantreten. Und man muss Durststrecken überstehen können. Aber Qualität setzt sich durch“, sagt Höhne, der mit dem Auto wöchentlich eine Runde durch Leipzig dreht und Abnehmer beliefert. Gemüseläden zum Beispiel, die die Eier in der 12er-Packung in Kommission verkaufen. Nicht abgesetzte Ware nimmt Höhne wieder zurück. Anders geht es nicht, sagt er, sonst wäre den Abnehmern das Risiko nicht verkaufter Ware zu hoch.</p>

	<p><strong>Wo der Erzeuger noch selbst ans Telefon geht</strong></p>

	<p>Die sächsischen Eier sind zwar teurer als die Ware aus Frankreich, die im Supermarkt direkt neben dem Gemüseladen verkauft wird. Doch die Käufer kommen trotzdem. Die persönliche Note ist es, die dafür sorgt, glaubt Höhne. Die Tatsache dass sein Name und die Telefonnummer auf der Packung stehen. „Die Leute rufen an und fragen nach Rezepten oder der Herkunft der Eier. Viele kannten Wachteleier vorher nicht. Eine Kundennähe ist also da und die ist auch wichtig&#171;, sagt er.</p>

	<p>Seine Leipziger Liefer-Tour beruht auf dieser Nähe: Zwei Drittel seiner Abnehmer sind Stammkunden, vieles passiert zudem durch Mundpropaganda. Auch Restaurants und das „Congress Center“ der Leipziger Messe kaufen bei ihm. An die liefert Höhne zubereitungs- oder verzehrfertige Ware &#8211; also geschälte Eier. Das Schälen und die anderen Arbeiten auf dem Wachtelhof lassen sich prinzipiell allein bewältigen, auch wenn die Tochter hier und da hilft. Anstrengender wird es zu Ostern, da steige die Nachfrage. Aber auch das ließe sich planen.</p>

	<p>Noch läuft der Wachtelhof als Investition, aber prinzipiell könne man eines Tages von der Wachtelzucht leben, sagt Höhne. Damit das möglichst bald der Fall ist, plant er eine Verkaufsrunde im Berliner und Potsdamer Raum und erschließt auch weitere Geschäftsfelder. Der Direktvertrieb etwa ist in Arbeit. Die Überproduktion an Eiern fließt heute schon in den Wachteleierlikör einer Firma aus der Region. Zudem verkauft Höhne auch Jungtiere an andere Züchter nach dem Motto „lieber kaufen sie sie bei mir, als anderswo“. Viele, so sagt er, ließen die kommerzielle Zucht auch wieder sein &#8211; sie sei zu aufwändig. Zumal ein Geschäftsfeld für kleine Züchter unerschlossen bleibt: Die Fleischproduktion lohnt sich für Höhne nicht: „Das klappt nur mit Massentierhaltung in großen Betrieben.“</p>
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      </description>
      <category>Exoten</category>
      <pubDate>Fri, 23 Jul 2010 11:17 GMT</pubDate>
    </item>

    <item>
      <title>Zusammenarbeit für eine Biogasanlage</title>
      <link>http://blog.gruuna.com/entry/zusammenarbeit-fuer-eine-biogasanlage/</link>
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      <dc:creator>Jan Berger</dc:creator>
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        <![CDATA[
          <p>
            Autor: Jan Berger<br />
            Kategorie: <a href="http://blog.gruuna.com/blog/category/erfolgsgeschichten/">Erfolgsgeschichten</a><a href="http://blog.gruuna.com/blog/category/landwirtschaft/">LandWirtschaft</a>
          </p>
          
          <a href="http://blog.gruuna.com/entry/zusammenarbeit-fuer-eine-biogasanlage/"><img src="/images/sized/content/img/blog/2683000_s-194x291.jpg" width="194" height="291"  alt="" /></a>
          	<p>Es sind stattliche Dimensionen, die für eine 2-Megawatt-Biogasanlage nötig sind. Rund 1000 Hektar Land für den Substrat-Anbau, 40.000 Tonnen Silage im Jahr und Investitionskosten von wenigstens acht Millionen Euro schlagen zu Buche, wenn sie ans Netz geht. In Mittelsachsen haben sich sechs Unternehmen zusammengeschlossen, um so ein Projekt umzusetzen. Gemeinsam gründeten sie die BioMethan Frankenberg GmbH. gruuna hat mit einem der Geschäftsführer über die Aussichten und Schwierigkeiten der Idee gesprochen.</p>
          	<p>Die Landgut Lichtenwalde Hutschenreuter KG ist ein klassischer Milchviehbetrieb in der Nähe von Chemnitz. 750 Tiere stehen im Stall, davon 280 Milchkühe und 80 Mutterkühe. „Zusätzlich machen wir Grassamenvermehrung und verkaufen etwa 1000 Tonnen Weizen und 400 Tonnen Raps pro Jahr“, sagt Ulf Hutschenreuter. Trotzdem leidet der Betrieb unter den niedrigen Milchpreisen der vergangenen Jahre. „Seit 2007 sind die Milchpreise fast um die Hälfte eingebrochen. Für uns ist die Biogasanlage deshalb eine Maßnahme um in die Offensive zu gehen.“</p>

	<p>Eigentlich hatten Ulf Hutschenreuter und sein Sohn Marc den Bau einer Biogasanlage schon verworfen. Vor allem ein geeignetes Wärmekonzept fehlte, das auch im Sommer die Abwärme sinnvoll nutzt. Doch eine neue Technik in den Anlagen machte die Idee wieder interessant. „Inzwischen gibt es Anlagen, die Bio-Methan-Rohgas produzieren, das aufbereitet und ins Erdgasnetz eingeleitet wird. Diese Anlagen haben nur ein <span class="caps">BHKW</span>, dessen Abwärme zur Eigenerwärmung der Anlagen benötigt wird“, erklärt der Unternehmer. In Deutschland gebe es im Moment nur 32 solche Anlagen.</p>

	<p>Damit sich die Aufbereitung des Rohgases lohnt, sollte eine solche Anlage wenigstens 1,5 Megwatt Leistung haben. Um die nötigen Investitionen besser stemmen zu können, haben sich die Hutschenreuters Partner aus der Region gesucht. Fünf Landwirtschaftsbetriebe und ein Dienstleister, der sich um den Transport und die bodenschonende Ausbringung der Gärreste kümmert, haben sich zusammengeschlossen. Gemeinsam investieren sie in die Biogasanlage. Zusammen mit einem Kollegen organisiert Ulf Hutschenreuter als Geschäftsführer im Moment die Planung. „Im Juli haben wir die gemeinsame GmbH gegründet“, sagt er. „Wenn die Anlage im November 2011 anläuft, wären wir schnell.“</p>

	<p>Damit die Investitionen sich auch lohnen, haben sich die beteiligten Unternehmen schon heute über die Beteiligung am laufenden Betrieb geeinigt. „Die Anlage steht fast in der Mitte zwischen allen Unternehmen. Der längste Transportweg für die Silage beträgt zehn Kilometer“, erzählt Ulf Hutschenreuter. Die Anlage soll mit 60 Prozent Mais, 10 Prozent Ganzpflanzengetreide und 30 Prozent Grassilage betrieben werden. Die Betriebe haben zusammen eine Gesamtfläche von 9500 Hektar. In einem ersten Schritt soll jeder mindestens 120 Hektar Mais anbauen. </p>

	<p>Offen ist im Moment noch, wer die Aufbereitung des Rohgases übernimmt. Außerdem könnten Unternehmen, die einen hohen Wärmebedarf haben, von der BioMethan Frankenberg GmbH auch das Gas aus den nachwachsenden Rohstoffen kaufen. Damit senken die Käufer ihren CO2-Ausstoß und werden für die Stromerzeugung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (<span class="caps">EEG</span>) gefördert.</p>
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      </description>
      <category>Erfolgsgeschichten</category>
      <category>LandWirtschaft</category>
      <pubDate>Wed, 21 Jul 2010 12:19 GMT</pubDate>
    </item>

    <item>
      <title>Direktverkauf und Wissenschaft</title>
      <link>http://blog.gruuna.com/entry/direktverkauf-und-wissenschaft/</link>
      <guid isPermaLink="false">http://blog.gruuna.com/entry/direktverkauf-und-wissenschaft/#id:336#date:12:18</guid>
      <dc:creator>Jan Berger</dc:creator>
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        <![CDATA[
          <p>
            Autor: Jan Berger<br />
            Kategorie: <a href="http://blog.gruuna.com/blog/category/konzepte/">Konzepte</a><a href="http://blog.gruuna.com/blog/category/regionalmarketing/">Regionalmarketing</a>
          </p>
          
          <a href="http://blog.gruuna.com/entry/direktverkauf-und-wissenschaft/"><img src="/images/sized/content/img/blog/geschenkkorb-194x146.jpg" width="194" height="146"  alt="" /></a>
          	<p>Studentinnen der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden haben sich in ihrer Diplomarbeit mit Fragen beschäftigt, die für Direktvermarkter von grundlegender Bedeutung ist: Wie wichtig ist den Kunden das Aussehen und Auftreten eines Betriebs, der seine Waren direkt verkauft? Welche Verbesserungsmöglichkeiten gibt es, um neue Kunden zu gewinnen? Und welche zusätzlichen Angebote wünschen sie sich und wie erfahren Käufer von einem Direktvermarkter?</p>
          	<p>Für ihre Untersuchung befragten die Studentinnen Mandy Ruhland und Ina Dittrich mehr als hundert Besucher von sieben verschiedenen Direktvermarktern in der Umgebung von Dresden. <a href="http://www.hofdirekt.de/QUlEPTE1NjQyOTMmTUlEPTU3ODc1JlRJWD0x.html?UID=C2E8CBA1D49C2BB52FB735FCA286A9569AECCDE5">Hof Direkt</a> und die Bauernzeitung Sachsen stellten vor kurzem die Ergebnisse der Diplomarbeit vor. Ein wichtiger Punkt: Ambiente und Atmosphäre eines Direktverkaufs sind für die Käufer „wichtig“. Auf einer Skala von eins (sehr wichtig) bis 6 (unwichtig) vergaben sie eine Durchschnittsnote von 2,2 in dieser Frage. </p>

	<p>Die meisten Befragten verbinden die Landwirtschaft mit „harter Arbeit“, „Stallgeruch“ und „Misthaufen“. Als Landwirt müssen Sie Ihren Hofladen also nicht vom normalen Tagesablauf abkoppeln, sondern können ihn tatsächlich direkt auf dem Hof gestalten und weiter der gewohnten Arbeit nachgehen. Die Käufer erwarten keinen klimatisierten Supermarkt. Sauberkeit und Ordnung werden jedoch auch im Direktverkauf selbstverständlich gefordert, da das für viele Käufer die einzige Möglichkeit ist, auf die Hygiene und Sorgfalt bei der Herstellung der Waren zu schließen. Immerhin können die Käufer nicht wissen, wie es in Ihrer Küche oder dem Schlachthaus aussieht. </p>

	<p>Idyllische Klischees, wie „Blumenbeete“ und „Gemütlichkeit“ hatten vor allem Käufer aus der Stadt. Ist das Ihre Zielgruppe oder haben Sie eine städtische Filiale, sollten Sie den Verkaufsbereich entsprechend einrichten.</p>

	<p>Die Studenten untersuchten auch, wie die Käufer auf den Direktverkauf aufmerksam wurden. Für 60 Prozent der Befragten stand die mündliche Empfehlung an erster Stelle. Diese kostenlose Form der Werbung ist damit für Sie vermutlich die effektivste – zumindest, wenn die Kunden mit Ihren Waren zufrieden sind. Um Ihren Verkauf anzukurbeln, sollten Sie deshalb besonders anregen, dass die Käufer andere über Ihr Angebot informieren. Ebenfalls eine Wirkung hatten Hinweisschilder an Straßen, Prospekte und Zeitungsanzeigen. Die Präsenz auf Messen und Ausstellungen spielte für die Befragten keine Rolle.</p>

	<p>Interessant für einen Betrieb, der seine Direktvermarktung verbessern will, ist auch das Alter der Käufer. Über die Hälfte der Befragten im Großraum Dresden waren zwischen 41 und 60 Jahre alt. Über ein Viertel waren älter als 60. Nur jeder zehnte Käufer war unter 30. Das sollten Sie als Verkäufer im Hinterkopf behalten: Achten Sie auf genug Bewegungsspielraum, gut lesbare Preisschilder, Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen und eine Positionierung der Waren, die es älteren Kunden einfach macht. Nur ein Drittel aller Käufer hatten eigene Kinder unter 14 Jahren. Das heißt für Sie auch, dass die Gestaltung der Verpackung nicht unbedingt auf junge Käufer zugeschnitten sein muss.</p>

	<p>Bei der Analyse spielte auch die Zufriedenheit der Kunden mit den Verkaufsstellen eine Rolle. Die letzten Meter Weg zum Laden, etwa Straßen auf einem Hofgelände, wurden eher schlecht bewertet. Auch die Beschilderung des Anfahrtsweges wurde kritisiert. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig, ob neue Kunden Ihre Verkaufsstelle problemlos finden können. Einige Befragte wünschten sich mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder während des Einkaufs – zum Beispiel durch Spielgeräte oder Streicheltiere. </p>

	<p>Aus der Studie lassen sich auch Ideen für neue Verkaufsprodukte ableiten. Etwa 40 Prozent der Befragten vermissen zusätzliche Angebote im Hofladen, wie zum Beispiel einen Kräutergarten. Auch eine Gastronomie würden viele Käufer nutzen. Seminare, Einblicke in Betriebsabläufe und Selbsternte wurden ebenfalls nachgefragt.</p>
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      </description>
      <category>Konzepte</category>
      <category>Regionalmarketing</category>
      <pubDate>Tue, 20 Jul 2010 12:18 GMT</pubDate>
    </item>

    <item>
      <title>Die mit der Gurke</title>
      <link>http://blog.gruuna.com/entry/die-mit-der-gurke/</link>
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      <dc:creator>Jan Berger</dc:creator>
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          <p>
            Autor: Jan Berger<br />
            Kategorie: <a href="http://blog.gruuna.com/blog/category/regionalmarketing/">Regionalmarketing</a>
          </p>
          
          <a href="http://blog.gruuna.com/entry/die-mit-der-gurke/"><img src="/images/sized/content/img/blog/spreewald-194x111.jpg" width="194" height="111"  alt="" /></a>
          	<p>Schon seit 1996 besitzt der Spreewaldverein die Dachmarke Spreewald und vermarktet unter diesem Name verschiedene Produkte aus der Region.&#187;Mit unserer Marke setzen wir Regionalität gegen Globalisierung&#171;, sagte ein Vereinsmitglied in einem <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0729/brandenburg/0020/index.html">Zeitungsinterview</a>. Damit ist die Regionalmarke die älteste in Brandenburg – und hat inzwischen viele Mitglieder. Und die produzieren nicht nur Gurken&#8230;</p>
          	<p>Nach der Wende war die Spreewald-Gurke eine der wenigen ostdeutschen Lebensmittel, das sich relativ gut am Markt halten konnte. Um die ganze Region in Brandenburg zu fördern, wurde 1992 die Regionalmarke eingeführt. Die Spreewaldregion liegt etwa 100 km südöstlich von Berlin. Sie erstreckt sich über Teilgebiete der Landkreise Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz sowie die kreisfreie Stadt Cottbus. </p>

	<p>Man wolle eine „integrierte und vernetzte Entwicklung aller Lebens- und Wirtschaftsbereiche im Spreewald, von landwirtschaftlicher Rohstoffproduktion bis zur Lebensmittelveredelung in der Gastronomie“ erreichen. Wie auch bei anderen Marken setzt man vor allem auf ein Logo mit Wiedererkennungseffekt, um dem Verbraucher eine Orientierungshilfe anzubieten und die Bekanntheit und den Wiedererkennungswert von Spreewälder Produkten und Dienstleistungen zu steigern. </p>

	<p>Entsprechend können nicht nur Erzeuger für ihre Produkte eine Anerkennung beantragen. Auch Gaststätten, ganze Betriebe, Hotels und Bootsführer in der Region arbeiten mit dem Logo. Dabei gibt es für jeden Bereich eigene Regionalitäts-, Qualitäts- und Umweltkriterien, die auf der <a href="http://www.spreewald-erlebnis.de/cms/publicSite/site_2/index.html">Internetseite</a> des Spreewaldvereins einzusehen sind. Die Einhaltung der Richtlinien wird regelmäßig überprüft. Das soll das Vertrauen der Verbraucher in die Produkte und Dienstleistungen, die die Marke tragen, steigern. Rund 750 Produkte aus über 60 Betrieben werben mit der Regionalmarke. Dafür zahlen sie 0,25 Prozent vom Umsatz an den Verein.</p>

	<p>Unabhängig von der Regionalmarke gilt für die Gurken und den Meerrettich aus dem Spreewald ein europäischer Herkunftsschutz. Weltweit dürfen sich nur entsprechende Produkte aus der Region südöstlich von Berlin mit dem Zusatz „Spreewälder“ schmücken.</p>
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      <category>Regionalmarketing</category>
      <pubDate>Fri, 16 Jul 2010 07:23 GMT</pubDate>
    </item>

    <item>
      <title>Wenn Tiere die Biogasanlage sinnvoll machen</title>
      <link>http://blog.gruuna.com/entry/wenn-tiere-die-biogasanlage-sinnvoll-machen/</link>
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      <dc:creator>Jan Berger</dc:creator>
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        <![CDATA[
          <p>
            Autor: Jan Berger<br />
            Kategorie: <a href="http://blog.gruuna.com/blog/category/konzepte/">Konzepte</a>
          </p>
          
          <a href="http://blog.gruuna.com/entry/wenn-tiere-die-biogasanlage-sinnvoll-machen/"><img src="/images/sized/content/img/blog/3373528_blog-194x128.jpg" width="194" height="127"  alt="" /></a>
          	<p>Um die Ertragslage zu verbessern, haben sich viele Landwirtschaftsbetriebe in den vergangenen Jahren neue Standbeine aufgebaut. Oft wurde in die Erneuerbaren Energien investiert – auch dank der staatlichen Förderung für Photovoltaik- und Biogasanlagen. Neben den Einnahmen aus der Energieeinspeisung bieten vor allem Biogasanlagen in Kombination mit Tierhaltung interessante Synergieeffekte. Auch wenn die laufenden Kosten eines solchen „Kraftwerks“ trotzdem gut überdacht werden sollten.</p>
          	<p>Die Biogasanlage liefert mit der Inbetriebnahme ein zusätzliches, relativ stabiles und kalkulierbares Einkommen.  Ein wichtiger Punkt beim Bau einer Biogasanlage ist das Wärmekonzept. Wohin mit der Heizleistung, die eine solche Anlage mit sich bringt? Einige Betriebe speisen damit die Heizungen der eigenen Gebäude, andere verbinden die Biogasanlage mit Schulen oder anderen öffentliche Einrichtungen. Doch wer in seinem Betrieb auch Schweine und Geflügel zur Veredelungsproduktion hält, ist ebenfalls auf bestimmte Temperaturen in den Ställen angewiesen. Hier kann die Überschusswärme der Stromerzeugung gut genutzt werden – und die Betriebskosten der Tierhaltung sinken. Für die Zeit von Herbst bis Frühling kann das eine sinnvolle Ergänzung im Betrieb sein, im Sommer dürfte die Wärme ungenutzt bleiben. Möglichkeiten der Wärmenutzung im ganzen Jahr sind auch Holz-, Hackschnitzel und Raufuttertockung. Auch Kooperationen mit Agrar-Betrieben aus der Nachbarschaft bieten sich dabei an.</p>

	<p>Auch im Umgang mit Gülle bietet die Biogasanlage zusätzliche Möglichkeiten.Die Lagerung und Ausbringung von Gülle und anderen Reststoffen ist gesetzlich stark reglementiert. Anwohner protestieren häufig gegen den strengen Geruch. Wird Gülle in der Biogasanlage vergoren und später ausgebracht, sinkt nicht nur die Geruchsbelastung. Die Nährstoffverfügbarkeit für die Pflanzen ist besser als bei normaler Gülle-Düngung.Zusätzlich wird ein Güllebonus über das Erneuerbare-Energieen-Gesetz ausgezahlt, wenn mindestens 30 Prozent des in der Biogasanlage genutzten Substrates Gülle ist.</p>

	<p>Bei all diesen Möglichkeiten sollten jedoch der Preis einer Biogasanlage nicht unterschätzt werden. Nach dem Bau muss die Anlage fachlich betreut, gewartet und unter Umständen repariert werden. Das verursacht nicht nur Kosten, sondern senkt die Energieeinspeisung und damit die Einnahmen. Außerdem können die Substrat-Preise schwanken und einen Teil der Gewinne auffressen. Zudem steht unter Umständen weniger Fläche für den Anbau von Futtermitteln zur Verfügung, wenn der Betrieb selbst die Substrate anbaut.  </p>

	<p>Für kleinere Betriebe bietet es sich deshalb an, über eine Gemeinschaftsanlage mit anderen Unternehmen nachzudenken. Man kann Substratflächen gemeinsam nutzen und auch die Personal- und Finanzierungskosten aufteilen. Eine größere Anlage bietet zudem unter bestimmten Voraussetzungen ein besseres Kosten-Einnahmen-Verhältnis. </p>


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      <category>Konzepte</category>
      <pubDate>Wed, 14 Jul 2010 15:12 GMT</pubDate>
    </item>

    <item>
      <title>Zigaretten, made in Germany</title>
      <link>http://blog.gruuna.com/entry/zigaretten-made-in-germany/</link>
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      <dc:creator>Karsten Busch</dc:creator>
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        <![CDATA[
          <p>
            Autor: Karsten Busch<br />
            Kategorie: <a href="http://blog.gruuna.com/blog/category/exoten/">Exoten</a>
          </p>
          
          <a href="http://blog.gruuna.com/entry/zigaretten-made-in-germany/"><img src="/images/sized/content/img/blog/tabakpflanze-194x243.jpg" width="194" height="243"  alt="" /></a>
          	<p>Tabakanbau in Deutschland? Dass es hier Tabakbauern gibt, dürfte bei vielen Menschen für erhobene Augenbrauen sorgen. Doch es gibt sie – vornehmlich in Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg. Neue Rauchergesetze und wegfallende Fördermittel bereiten den Tabakpflanzern Sorgen, eröffnen aber auch Chancen.</p>
          	<p>Über die Ursache für die relative Unbekanntheit des Landwirtschaftszweiges Tabak in Deutschland kann auch Egon Fink nur mutmaßen. Er ist Tabakbausachverständiger für die Pfalz und Geschäftsführer des Landesverbandes der rheinland-pfälzischen Tabakpflanzer. Er führt das Phänomen vor allem auf die Konzentration der Branche auf den Anbau in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg mit vergleichsweise kleinen Flächen zurück. „Dazu kommt, dass bei Tabak wohl jeder zuerst an Kuba oder ähnlich typische Regionen denkt,“ sagt Fink.</p>

	<p>Tabakfelder gibt es in allen deutschen Bundesländern, mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen, Saarland und Hessen. Der überwiegende Teil (mehr als 90 Prozent) der deutschen Tabakbauern betreibt den Anbau hauptberuflich und die Pflegeleichtigkeit der Tabakpflanze hilft dabei. „Man muß das Unkraut im Griff haben und der Blauschimmel kann noch ein Problem sein. Obwohl der Wasserbedarf an heißen Tagen relativ hoch ist, gibt es nur in Ausnahmejahren wie in 2010 größere Probleme mit der Wasserversorgung.Mit rund zwei Monaten ab der Auspflanzung hat die Tabakpflanze eine extrem kurze Vegetationsperiode“, erläutert Fink. So lassen sich nach seinen Angaben auch in kleinen Betrieben relativ hohe Erlöse mit wenig Anbaufläche erzielen.</p>

	<p>Im Schnitt hatte jeder der knapp über 100 Betriebe im Jahr 2009 rund 54 Hektar Anbaufläche für Tabak. Zwischen 1500 und 2500 Beschäftigte ernteten 2000 bis 3000 Tonnen Rohtabak und erwirtschafteten einen Erlös von 3,50 bis 4,50 Euro pro Kilogramm. Der größte Teil des deutschen Tabaks wird im Inland abgesetzt, nur wenig geht in den Export, heißt es vom Landesverband Rheinlandpfälzischer Tabakpflanzer.</p>

	<p>2010 dürften die Zahlen anders ausfallen, denn durch den Wegfall der <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:31992R2075:DE:NOT">EU-Fördermittel nach der Rohtabakmarktordnung</a> wird die Situation für Tabakpflanzer schwieriger. Einige warfen auch schon das Handtuch, aber aussichtslos ist die Lage laut Fink noch nicht: „Sorgen machen wir uns jedes Jahr, momentan scheint es aber, was den Konsum betrifft, noch keine Probleme zu geben. Auch die Käuferfirmen zahlen teilweise schon einen angemessenen Preis nach dem Wegfall der Förderung.“</p>

	<p>Ohne Einschnitte ging es bei den aktuellen Verlusten von rund 800 Hektar Anbaufläche aber nicht: Um der neuen Situation zu begegnen wurde in der Pfalz von drei Tabaksorten auf zwei umgestellt und für die Sorte Virgin konnte das Anbauvolumen dank Mehrjahresverträgen gesteigert werden, berichtet Fink. Hier ist nun auch Platz für Landwirte, die sich für den Einstieg in den Tabakbau interessieren.</p>

	<p>Die Voraussetzungen dafür sind vergleichsweise moderat. Für die aussichtsreiche Sorte Virgin etwa braucht es einen Trockenofen und für die Ernte muss der Tabakbauer Hilfskräfte beschäftigen. Alles andere hängt von den Fähigkeiten und der Ausstattung des Landwirts ab: „Er sollte agronomische Erfahrung haben und seine Flächen kennen, zum Beispiel in Sachen Stickstoffmenge und Nachliefervermögen. Ansonsten sind für Tabak besonders Sorgfalt und ein Sinn für Qualität nötig, wenn es um den richtigen Erntezeitpunkt geht,“ erklärt Fink.</p>
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      </description>
      <category>Exoten</category>
      <pubDate>Tue, 13 Jul 2010 12:24 GMT</pubDate>
    </item>

    <item>
      <title>Frisches Blut auf dem Hof</title>
      <link>http://blog.gruuna.com/entry/frisches-blut-auf-dem-hof/</link>
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      <dc:creator>Jan Berger</dc:creator>
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        <![CDATA[
          <p>
            Autor: Jan Berger<br />
            Kategorie: <a href="http://blog.gruuna.com/blog/category/landwirtschaft/">LandWirtschaft</a>
          </p>
          
          <a href="http://blog.gruuna.com/entry/frisches-blut-auf-dem-hof/"><img src="/images/sized/content/img/blog/mannimfeld-194x130.jpg" width="194" height="129"  alt="" /></a>
          	<p>Lange war es für Agrarbetriebe kein Problem, genügend gute Auszubildende einzustellen. Inzwischen wird es jedoch schwieriger, geeigneten Nachwuchs zu finden. Zum einen gibt es – gerade in ländlichen Regionen – immer weniger junge Leute, zum anderen sind die Anforderungen an die Arbeit auf einem modernen Hof deutlich gestiegen. Doch <a href="http://agrarheute.com/gruene-berufe-bieten-100-ausbildungsplaetze">fehlen Auszubildende heute</a> , fehlen morgen die Fachleute. Und spätestens, wenn ein Chef offene Stellen nicht mehr besetzen kann, kommt das böse Erwachen. </p>
          	<p>Es liegt auf der Hand, dass die Ausbildung im eigenen Betrieb Vorteile hat. Die jungen Mitarbeiter werden in das Team integriert, lernen die Maschinen und Besonderheiten des Unternehmens früh kennen. Das prägt – und spart den Aufwand, einen älteren und anders „eingestellten“ Mitarbeiter später einzuarbeiten. Viele Geschäftsführer haben das erkannt, stehen jedoch jedes Jahr vor dem Problem, geeignete Auszubildende zu finden. Es sinkt nicht nur die Zahl der Bewerber, sondern auch deren Qualität. Die schulischen Leistungen und die Motivation der Interessenten lassen oft zu wünschen übrig. Gerade in einem so komplexen Berufsbereich wie der Landwirtschaft sind das Ausschlusskriterien. </p>

	<p>So ist ein starker Wettbewerb um die Schüler entbrannt. Große Betriebe gegen kleine, Unternehmen aus dem Osten gegen Unternehmen aus dem Westen. Zugleich leidet die Landwirtschaft noch immer unter dem Ruf, keine anspruchsvollen und zukunftssicheren Aufgaben zu bieten. Inzwischen gibt es manchmal <a href="http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/VOGTLAND/REICHENBACH/7412901.php">mehr Stellen als Bewerber</a> Nur die Arbeitgeber, die sich diesem Wettbewerb stellen, haben gute Chancen, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen. Dabei gibt es einige Argumente, mit denen die jungen Leute überzeugt werden können. </p>

	<p>Arbeitgeber wirken attraktiver, wenn sie die Vielseitigkeit der Ausbildung vorstellen, die kameradschaftliche Zusammenarbeit im Team beschreiben und die modernen, technisch anspruchsvollen Maschinen zeigen. Auch die sichere Anstellung und die Aufstiegsmöglichkeiten nach der Ausbildung sprechen für ein Unternehmen. Für einige Schüler kann es wichtig sein, dass sie in der Heimat eine Ausbildung machen können, auch wenn sie zunächst nicht an einen Agrarbetrieb gedacht haben. Andere würden sogar einen Umzug in Kauf nehmen, um in einem landwirtschaftlichen Unternehmen zu arbeiten. Die lassen sich damit locken, dass man ihnen ein Zimmer vermittelt. Und nicht zuletzt zählt auch das Gehalt: Wer die Auszubildenden nach Tarif bezahlt und leistungsabhängige Prämien anbietet, sollte das auch deutlich sagen. </p>

	<p>Doch wie kann man die guten Seiten des Betriebes den Schülern klar machen? Neben dem Praktikum, das viele Schüler in der sechsten oder siebten Klasse machen müssen, kann ein Tag des offenen Hofes oder ein organisierter Schulausflug das Unternehmen bekannt machen. Gerade landwirtschaftliche und technische Themen finden sich in den Lehrplänen oft wieder und lassen sich deshalb gut verknüpfen. </p>

	<p>Viele Schulen ermöglichen es Unternehmen auch, sich und die Ausbildungsplätze im Unterricht vorzustellen. Auch die Präsentation auf Messen und <a href="http://www.torgauerzeitung.com/Default.aspx?t=NewsDetailModus%2850626%29">anderen Veranstaltungen</a> ist eine Möglichkeit. Neben Fachmessen der Agrarbranche gibt es oft auch Ausbildungsbörsen in großen Schulzentren oder beim Arbeitsamt. In jedem Fall zählt die Initiative des Unternehmens inzwischen mindestens genauso viel, wie die Initiative der interessierten Bewerber. </p>
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      </description>
      <category>LandWirtschaft</category>
      <pubDate>Fri, 09 Jul 2010 12:55 GMT</pubDate>
    </item>


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